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AKTUELLES
Party. Messe. Festumzug. Handwerksmarkt.
PROGRAMM
Samstag – 07.09.2024
Festplatz Lichtenberg
Erntegaudi
19:30 Uhr – Lichtenberger Musikanten
21:00 Uhr – VOLXX LIGA
Sonntag – 08.09.2024
Festplatz Lichtenberg
11:00 bis 18:00 Uhr – Lichtenberger Handwerksmarkt
14:30 Uhr – Festumzug, anschließend Livemusik
VolXX LIGA – Jede Party ein VolXX Fest!
Live-Musik, die begeistert!
JEDE VOLXX LIGA-PARTY EIN VOLXX-FEST!!
Immer wieder aufs neue verstehen es die Jungs & Mädels der VolXX LIGA, ihre Auftritte zu einem zeitgemäßen, fetzigen und stimmungsvollen VolXX-Fest werden zu lassen. Ihr Rummelplatz ist die Bühne und auf dieser, egal ob im Zelt, in der Halle oder Open Air, Sommer oder Winter lassen sie es ordentlich und heftig krachen! Ähnlich verschieden wie die feinen, verschiedenen Gerüche auf einem Rummelplatz sind auch die musikalischen Einflüsse und Darbietungen der Band. Über volxxtümlich, Schlager, Pop und Rock wird jeder Abend mit der VolXX LIGA zu einer RIESEN-SAUSE, die Ihresgleichen sucht!
Durch den rockig-modernen Sound der VolXX LIGA erscheint es vordergründig abwegig, von einem rein volkstümlichen Trend zu sprechen. Und dennoch feiern die Jungs & Mädels der VolXX LIGA ihre ländliche Tradition mit Drums, Guitar kombiniert mit traditionellem Sound getreu dem Motto „Digital und Lederhos’n“. Unterstützt wird das Ganze für Auge und Ohr mit gezielt eingesetzter, modernster Technik und Pyro-Effekten.
Kein Wunder also, dass die VolXX LIGA die Cannstatter Wasn, Augsburger Plärrer, Volksfest Ingolstadt, Volksfest Eisleben, Frühlingsfest Zeitlarn, Engstinger Herbst und viele andere in ihren Referenzen aufführen kann!
Also, pack mers… Auf zur VolXX LIGA… FETZIG, ROCKIG, SEXY!!!
Handwerksmarkt in Lichtenberg
Der Handwerksmarkt findet in diesem Jahr auf dem Festplatz in Lichtenberg statt. Zahlreiche Aussteller präsentieren ihre Produkte getreu dem Motto „Aus der Region, für die Region“.
HISTORIE
Die Geschichte des Erntedankfestes in Lichtenberg
Nach den Wirren des ersten Weltkrieges und der darauf folgenden Inflation begann der Ort Lichtenberg mit seinen damals 42 meist auch landwirtschaftlich genutzten Häusern und rund 250 Einwohnern, sich neu zu organisieren.
Lichtenberg erhielt 1921 „eine Telegraphenanstalt mit öffentlicher Fernsprechzelle“, hatte eine zentrale Wasserversorgung, eine Volksschule und eine katholische Kirche, einen Laden und zwei Gastwirtschaften. Nach mehreren größeren Schadenfeuern wurde 1925 die Freiwillige Feuerwehr Lichtenberg gegründet. Für deren Ausrüstungsgegenstände und Uniformen standen damals seitens der Gemeinde keine Mittel zur Verfügung, so dass diese aus Spenden, Krediten und Festerlösen nach und nach angeschafft werden mussten.
Am 06. Oktober 1932 richtete die Feuerwehr Lichtenberg einen Antrag an den damaligen Bürgermeister der Gemeinde Morsbach und führte aus, „dass auf den Ausrüstungen der Feuerwehr Lichtenberg noch Schulden ruhen. Um diese zu tilgen, beabsichtigt die Wehr am Sonntag, den 16. Oktober ein Fest zu veranstalten. Um nun einen Gewinn zu garantieren, ist es sehnlicher Wunsch, dieses Fest als Volksfest (Erntedankfest) zu begehen. So hat sich nun die ganze Bevölkerung bereit gestellt, mit allen Kräften mit zum Gelingen des Festes beizutragen, zumal ja auch die Feuerwehr Hüter des Erntesegens ist. Nur eine fahle Belustigung zu begehen ist keinesfalls Absicht der Bewohner. Hauptzweck ist, das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Alt und Jung zu pflegen, und so in Einigkeit aller Vereine die Feuerwehr möglichst bald schuldenfrei zu wissen.“
Dies ist die erste nachweisliche Erwähnung des Lichtenberger Erntedankfestes. Zwar ist die Feuerwehr heute nicht mehr Veranstalter des Festes, aber die Motivation der Gründer, ein Fest für Jung und Alt in Einigkeit aller Vereine zu feiern, ist nach wie vor aktuell.
In der Chronik der Schule Lichtenberg steht unter dem 16. Oktober 1932:
„Zum ersten Male hielt der Bezirk ein Erntedankfest. Morgens war die kirchliche Feier und Ehrung der Gefallenen am Kriegerdenkmal. Um 4.00 Uhr (16.00Uhr) ging der historische Festzug mit folgender Ordnung: An der Spitze der Herold und drei Berittene, acht bunt gekleidete Schnitterinnen, die Bauernkapelle, dahinter wurde der Erntekranz getragen. Nun folgten die Wagen. Als erster eine altertümliche Schlagkarre mit Korn beladen, dann der Flegeldrusch. Auf dem nächsten Wagen wurde eine Handdreschmaschine vorgeführt. Die folgenden Wagen stellten die Schwing- und Spinnhost dar, also Schwingstock und Spinnrad. Die Schule hatte einen sinnreichen Wagen gebaut: In der Mitte ein mächtiger Fliegenpilz, an dessen Stiel drei Zwerge ihr neckisches Spiel treiben. Die ganze Umgebung waren lauter Champignons, dargestellt von kleinen, weißgekleideten Mädchen mit Hauben. Von der anschließenden Saalfeier wäre noch hervorzuheben: Der Erntereigen und die Festrede des Herrn Bürgermeisters Dr. Hammes, in dessen Ausführungen sich immer wieder der Heimatgedanke scharf ausprägte.“
Im folgenden Jahr 1933 kommt Hitler „an die Macht“. Die Nationalsozialisten nahmen auch Einfluss auf das Erntedankfest, das jetzt zentral, d.h. im Hauptort der Gemeinde Morsbach mit einer Schlusskundgebung der NSDAP auf dem Sportplatz in der Wisseraue gefeiert werden musste. Die Außenorte hatten für den Erntezug einen Wagen und/oder eine Gruppe zu stellen. Der Beginn des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 beendete vorläufig auch die Erntedankfeiern.
Nach Kriegsende 1945 war an Feste feiern nicht zu denken. In den Nachkriegsjahren ließen das die schlechte Versorgungslage, die Besatzung und die Geldentwertung nicht zu. Lichtenberg hatte auch schwer unter Kriegsschäden gelitten. Als 1948 durch die Währungsreform die Deutsche Mark die Reichsmark ablöste, gab es bald wieder alles zu kaufen. Das war wohl auch ein Anstoß, das Erntedankfest 1949 wieder zu feiern. Nach dem morgendlichen Festgottesdienst ging am Nachmittag ein Erntezug mit von Lichtenberg und den „Höfen“, wie die Lichtenberger Außenorte genannt wurden, geschmückten Wagen durch die Dorfstraßen. Angeführt von zwei berittenen Herolden und der Feuerwehrkapelle Wendershagen zog man zum Sportplatz auf dem „Epel“, wo sich wenige Jahre später die Firma Brocke ansiedelte. Dort gab es Konzert- und Gesangsvorträge sowie eine Kinderbelustigung.
In den folgenden Jahren fanden die Erntedankfeste immer im Oktober statt. Sie begannen mit dem Festgottesdienst und der Ehrung der Gefallenen und Verstorbenen am Sonntagvormittag, am Sonntagnachmittag ging der Erntezug. Im Anschluss daran waren die Erntefeiern mit Verlosung auf dem Schulhof, am Sonntagabend klang das Fest mit Tanz in den beiden Dorfgaststätten aus.
1959 fiel das Erntedankfest einmalig wegen der Einweihung der neuen Kirche am 10. Und 11. Oktober aus.
Seit 1961 feiern wir unser Erntedankfest in einem Festzelt am Wochenende des 2. Sonntags im September, und zwar von Samstag bis Montag. Zunächst hatte das Zelt seinen Standort an der Dreschhalle. Mit dem Bau des Feuerwehrgerätehauses dort wechselte 1975 der Platz des Festzeltes und der mittlerweile dazugehörigen Kirmes auf die andere Seite der Industriestraße auf den heutigen Bolz – und Festplatz. Die Festabfolge wurde mehrfach geändert. Viele Jahre lang gab es samstags einen Festkommers mit zahlreichen Rede- und Musikbeiträgen. Feste Bestandteile des Erntedankfestes blieben aber stets die Ehrung der Gefallenen und Verstorbenen, ein Festgottesdienst sowie der Erntezug durch die Straßen von Lichtenberg.
Nach dem Fest 2014, wurde festgestellt, dass die Besucherzahlen seit Jahren rückläufig waren. Für das Jahr 2015 wagte man nochmal einige Veränderung, was sich insbesondere an der Gestaltung des Samstagabends widerspiegelte. Das Der Mut sollte belohnte werden, da direkt im ersten Jahr des Bayrischen Abends das Festzelt restlos ausverkauft war.
Trägerin des Festes ist die katholische Kirchengemeinde Lichtenberg. Organisiert wird das Erntedankfest von einem Festausschuss, in dem sich Vertreter der Lichtenberger Gruppierungen und Vereine sowie der umliegenden Orte getreu dem Geist der Festbegründer zusammenfinden.